Redebeitrag, gehalten auf der Demonstration am 21.08.2016 in Heidenau

Am Sonntag, dem 21. August, fand die geplante Demonstration in Erinnerung an das Pogrom vor einem Jahr in Heidenau statt. Damals hatte ein Mob aus Heidenauer*innen und Menschen aus den umliegenden Ortschaften, vornehmlich aus der Sächsischen Schweiz, mehrere Tage vor dem zur Asylunterkunft umfunktionierten Praktiker randaliert. Nur durch Zufall war insbesondere am 21. und 22. August 2015 nichts Schlimmeres passiert.

Zum Jahrestag nahmen zwischen 150 bis 200 Menschen an der Demonstration teil. Auf diesem Wege möchten wir uns bei allen Gruppen und Einzelpersonen bedanken, die die Demonstration mit möglich gemacht haben. Im Folgenden ist der gehaltene Redebeitrag dokumentiert.

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08.06.2016 (heute) – Aufruf zur Mobilisierung nach Laubegast

An dieser Stelle teilen wir den kurzfristigen Mobilisierungsaufruf von URA nach Laubegast am heutigen Mittwoch. In Anbetracht von Heidenau 2015 ist es wichtig, Präsenz gegen den dortigen Mob zu zeigen. Entscheidend ist, dass ihr nicht alleine hinfahrt, sondern zum Treffpunkt 17.30 Uhr am Palaisplatz kommt, um eine gemeinsame Anreise von dort vorzunehmen. Wer Fahnen oder Transparente hat, einfach mitbringen. Passt auf euch auf.

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01.05.2016 – Aufruf(e) zur antifaschistischen Demonstration in Plauen

Am 1. Mai 2016 will die faschistische Kleinstpartei III. Weg, die zugleich Schutzstruktur für den verbotenen Dachverband „Freies Netz Süd“ ist, in Plauen aufmarschieren. Bereits 2014 veranstaltete der III. Weg eine Demonstration in selbiger Stadt, was zugleich eine Zäsur darstellte. Damals konnte der Negativtrend sinkender Beteiligung die Jahre zuvor ein Achtungszeichen mit 600 FaschistInnen entgegengesetzt werden. Ein Jahr später in Saalfeld waren es bereits 800.  Dementsprechend ist auch dieses Jahr zum 1. Mai mit einer hohen TeilnehmerInnenzahl zu rechnen. Diese Entwicklung bleibt nicht unwidersprochen. Es wird am 1. Mai eine antifaschistische Demonstration geben, wobei wir hier den Aufruf der antifaschistischen Gruppen des Vogtlands (AGV) vorstellen. Die weiteren werden am Ende verlinkt.

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03.10.2015 – Refugee-Demonstration in Heidenau

Bergauf und -ab wurde die letzten Monate eine neue Willkommens“kultur“ gefeiert, die in den meisten Fällen vor allem ein Dienst an der Nation und keiner für die Geflüchteten war. Neben der Begleitmusik über die Nützlichkeit der Geflüchteten, wurde dies vor allem an der Tatsache deutlich, Menschen nicht als handelnde Subjekte wahrzunehmen, sondern als lahmgleiche Bittsteller. Dementsprechend ist nach dieser Logik Asyl kein Universalrecht mehr, es wird lieber nach deutscher Gutsherrenart verteilt.

Abgesehen davon durfte sich der rassistische Mob weitgehend ungestört austoben, besonders öffentlichkeitswirksam in Sachsen. Freital, Meißen und die Pogrome in Heidenau vergegenwärtigen bis heute, dass Rassismus ein Bestandteil deutscher Zustände war und ist. Und die Bundesrepublik macht das, was sie bereits in den 1990er-Jahren auf politischer Ebene bereits einmal vollzogen hat: Die Verschärfung des Asylrechts voranzutreiben. Die wenigen Errungenschaften, die die letzten Jahre erkämpft werden konnten, fallen ebenso weg, um zugleich eine weitere Ausdehnung auf so genannte „sichere“ Herkunftsländer vorzunehmen.

Das nur als Einleitung zum eigentlichen Aufruf für den 03.10. in Heidenau, wo weiterhin ein rassistisches Klima herrscht wie der Übergriff mehrerer Jugendlicher auf Refugees am 26.09.2015 bewies. Im Folgenden auf Deutsch und Englisch: Weiterlesen