Status Quo: Im Osten kaum Neues


Dies ist die ausführliche Fassung unseres Beitrags zur Debattenreihe „Status Quo: Debatte – ein Jahr AfD als stärkste Oppositionskraft“ der Alternativen Dresden News. Aufgrund redaktioneller Vorgaben konnte auf der Webseite der Dresdner Nachrichtenplattform leider nur eine gekürzte Fassung erscheinen. Der Beitrag ist vor den schrecklichen islamischen Attentaten geschrieben worden, die in den letzten Wochen in Frankreich, Deutschland und Österreich geschahen. Der Hinweis darauf ist uns vor allem darum wichtig, dass wir nicht den falschen Eindruck erzeugen möchten, wie so viele Andere in diesen Tagen hauptsächlich von der AfD zu sprechen. Dass es auf der Gedenkveranstaltung des CSD zu dem Attentat in Dresden – Abgesehen von dem Beitrag von Seyran Ateş – mehr um die Abgrenzung zur AfD ging und es zwei Redner schafften den Islam mit keiner Silbe zu erwähnen, ist das Symptom einer „Appeasement-Politik“ dem Islam gegenüber, die untragbar ist.

Weiterlesen

Kriegskinder – Monolog der deutschen Volksgemeinschaft

„Wahrheit? _ Das hängt davon ab, wonach wir fragen – nach der großen Allgemeingeschichte oder nach der kleinen, die dem einzelnen widerfährt. Beide stimmen ziemlich selten überein.
Deshalb tut die kleine Geschichte die große gern als Propaganda ab und die große die kleine als persönlichen Kram. Und doch wäre sie froh, wenn sie dem Menschen so nahe käme“ – Christian Z.[1]

Mit diesem idealistisch-kitschigen Quatsch wird man in der Ausstellung „Kriegskinder. Dialog der Generationen in der Region Pirna“ begrüßt, die noch bis Frühjahr 2021 im StadtMuseum der sächsischen Provinzstadt besucht werden kann. Neben dieser vorangestellten Absage an historische Wahrheit eröffnet sich rechts neben dem Zitat eine Wand mit einer Auswahl von Kinderfotos der 60 Zeitzeugen aus Pirna und Umgebung, die für dieses abstruse Machwerk interviewt worden sind. Anschaulich ist an der Ausstellung vor allem der Versuch den Graben zwischen bloßer „oral history“ und der Steinmeierisierung des Erinnerns zu überbrücken, der auf halber Strecke stecken geblieben ist. Anders ausgedrückt: Je größer die Kinderaugen, umso größer die Lüge.

Weiterlesen

Berlin liegt nicht im Osten

Die Menschen in Pirna und Umland zeigen hartnäckig, dass sie keinesfalls zur Berliner Republik gehören wollen – leider auf ganz profane, dummreaktionäre Spießerweise.[1] Sie machen es seit dem 22.04.2020 mit so viel Elan, dass sie trotz der zahlreichen Ansammlungen von Spinnern in ganz Deutschland auch überregional mit ihren Protesten gegen die Corona-Maßnahmen wahrgenommen wurden und sich mittlerweile sogar der lokale Einzelhandel von ihnen distanziert und um den Ruf der Stadt (und die eigenen Umsätze) besorgt ist. Weiterlesen

Die Lust am Ausnahmezustand – Gesellschaft durch Angst überwinden

Das Coronavirus (COVID-19) hat im globalen Maßstab massive politische und ökonomische Auswirkungen gezeitigt. Auch hierzulande bestimmt COVID-19 zurzeit maßgeblich das gesellschaftliche (Zusammen-)Leben. Wie unter einem Brennglas bündeln sich im Land der Freunde des Ausnahmezustands in den letzten Wochen die ideologischen Hässlichkeiten, die maßgeblich die Berliner Republik auszeichnen.

Weiterlesen

Aktuell wie nie: Keine Versöhnung mit Deutschland!

Alle Jahre wieder erfolgt in wenigen Tagen das übliche Ritual rund um den 13. Februar. Und wie bereits die Jahre zuvor, zeigt man sich beim Kampf gegen Nazis weiterhin aufklärungsresistent. Darauf verweist bereits die erschienene Kritik des Antifa Recherche Teams Dresden (ART) am Aufruf von Dresden Nazifrei bzw. dem Aktionsbündnis 13. Februar 2020,[1] der wir uns weitgehend anschließen. Dass man in der sächsischen Landeshauptstadt bereits hinter die früheren Versuche zurückfällt, sowohl den jährlich stattfindenden Naziaufmarsch, als auch das zu kritisieren, woran diese Gestalten partizipieren können, sprich das Gedenken, ist nun nichts Neues. Weiterlesen

Traueranzeige für die Genossen Dahlmann, Postone, Pohrt und Bruhn

Der Tod von Joachim Bruhn am 28. Februar diesen Jahres veranlasste die PAL vier großartigen Ideologiekritikern zu gedenken. Die Todesmeldungen häuften sich in den letzten zwei Jahren und brachen auch 2019 nicht ab. Wir gedenken:

Manfred Dahlmann (gestorben am 24. Dezember 2017)
In Ermangelung eines Nachrufes
Moishe Postone (17. April 1942 – 19. März 2018)
Nachruf von Stephan Grigat
Wolfgang Pohrt (5. Mai 1945 – 21. Dezember 2018)
Nachruf von Uli Krug
Joachim Bruhn (30. Jannuar 1955 – 28. Februar 2019)
Nachruf von Clemens Nachtmann

Weiterlesen

The Same Shit As Every Year – 13. Februar

Ob Naziaufmarsch, Menschenkette, Friedensgebet vor der Frauenkirche oder Täterspurenmahngang – das Dresdner Gedenken hat viele unappetitliche Gesichter. Jahr für Jahr ist das gleiche Trauerspiel in der sächsischen Landeshauptstadt zu beobachten. Trotz des Verlustes eines überregionalen Bezuges ist der 13. Februar immer noch eine Posse mit Lokalkolorit, d.h. die ganze Veranstaltung ist an ihren Ursprung, zumindest anzahltechnisch, zurückgekehrt.

Weiterlesen

23.-24.11.2018 Vortrag und Workshop mit Felix Riedel

Heutzutage ist oft die Rede von ‚islamischen Antisemitismus‘, welcher als Begrifflichkeit meist vage bleibt oder postmodern, das Ansprechen dieses Themas, als besonders perfide Variante des „antimuslimischen Rassismus“ gebrandtmarkt wird. Um zu verstehen, was Antisemitismus mit Djihadismus zu tun hat, wird es am 23. und 24. November diesen Jahres je eine Veranstaltung zum Thema in Pirna geben. Felix Riedel widmet sich am Freitag dem Thema „Psychologie des Antisemitismus – eine Einführung“. Ausgehend von den dort gewonnenen Erkenntnissen erfolgt am Samstag der Workshop „Psychologie des Djihadismus“, in dem sowohl die historischen sowie theologischen Quellen dargestellt werden, sich auf die psychologische Selbstmordattentäterforschung bezogen wird und ebenso die Praxis islamistischer Banden untersucht werden. Die Veranstaltungen können sowohl einzeln als auch als Veranstaltungsreihe kostenfrei besucht werden. Weiterlesen