In Absprache mit der Redaktion Bahamas, bei der wir uns an der Stelle dafür bedanken, können wir unseren in der Nummer 96 veröffentlichten Text online zur Verfügung stellen. Anzumerken ist, wie bereits beim Artikel aus der Ausgabe 94, dass einige der formulierten Positionierungen bereits als überholt gelten können bzw. zum damaligen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen waren. Dazu gehört unter anderem die Einstellung des Verfahrens gegen den Sebnitzer Dachdecker nach seiner rassistischen Anzeige im örtlichen Amtsblatt, was auch die Handwerkskammer Dresden dazu veranlasste, keine Überprüfung des Betriebs auf seine Ausbildungstauglichkeit vorzunehmen. Ebenso gab es auch dieses Jahr wieder Mobilisierungen gegen CSD-Veranstaltungen, die aber bis auf wenige Ausnahmen mit geringeren Teilnehmerzahlen einhergingen. Pirna war dieses Jahr eine der Ausnahmen. Was hingegen zugenommen hat, waren Übergriffe vor oder nach den Veranstaltungen. Zudem ist nach jetzigem Stand der AfD-Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl in Ludwigshafen ausgeschlossen worden.
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Hier erscheinen die aktuellen Beiträge der Gruppe
Die Drecksarbeit der Anderen
„Frau Zimmermann, ich bin Ihnen dankbar für den Begriff Drecksarbeit. Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht für uns alle. Wir sind von diesem Regime auch betroffen. Dieses Mullah-Regime hat Tod und Zerstörung über die Welt gebracht.“
Als Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Interview am Rande des G7-Gipfels diese Sätze ins Mikrofon sprach, ließen die Friedensapokalyptiker nicht lange auf sich warten. Es gab selbstverständlich Kritik im Gewand des vorauseilenden Appeasements gegenüber dem Mullah-Regime. Manchen reichte das jedoch nicht und sie gingen gleich noch einen Schritt weiter: So reichten u. a. Dieter Dehm, seines Zeichens Mitglied einer Partei, die mit antisemitischen Straßenkampf Direktmandate gewinnen kann, und Dieter Hallervorden, den gefühlt nur graduell noch etwas von Uwe Steimle und seinen offeneren Israelhass unterscheidet, eine Strafanzeige gegen Merz beim Generalbundesanwalt sowie der Staatsanwaltschaft Berlin ein.
WeiterlesenWerbeblock: Zehn Jahre nach der Zäsur von Heidenau – Warum das Ende der Willkommenskultur keine bessere Zukunft verspricht
Für die aktuelle Bahamas Nummer 96 haben wir uns unter den oben genannten Titel nochmal die Zäsur von Heidenau vor zehn Jahren angeschaut und das Ende der Dekade „Willkommenskultur“ eingeleutet – und warum das nichts Gutes heißt.
Mit Blick in die neue Ausgabe hat uns ebenfalls gefreut, dass ebenso Texte u. a. von Martin Stobbe, Jonas Dörge oder Sören Pünjer erschienen sind.
Veranstaltungsankündigungen für den Mai 2025 – Neuer Frühling für die Antifa?
Diesmal verlassen wir mal den internen Diskutiertisch und gehen quasi auf Tour. Im Mai sind wir bei sehr unterschiedlichen Veranstaltungen als Vortragende anzutreffen: Berlin, Pirna und Halle (Saale) Alle Daten sowie weitere Hinweise findet ihr chronologisch aufgeführt.
Weiterlesen08.03.2025, Halle – Redebeitrag zur Frauenkampfdemonstration „Frauenrechte sind universell“ der Gruppe Artemis
Mit einiger Verspätung erfolgt an dieser Stelle die Dokumentation unseres Redebeitrages, der in Halle (Saale) bei der Demonstration der feministischen Gruppe Artemis verlesen worden ist.
Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Demoteilnehmerinnen und -teilnehmer,
wir, die Pirnaer Autonome Linke, danken der Gruppe Artemis, für die erneute Einladung. Wir könnten an dem heutigen Tag erneut auf die misogyne Bestialität der Hamas und deren Konsorten am 7. Oktober 2023 eingehen. Wir könnten genauso gut auf die verunmöglichte Lebenssituation von Frauen, Lesben, Transsexuellen oder Schwulen im Gazastreifen oder der Westbank hinweisen. Aber alle, die es wissen wollen, wissen genau, was an jenem Tag vor mittlerweile anderthalb Jahren passiert ist – und damit wie absurd das Label „Queers for Palestine“ ist.
WeiterlesenWas dem 27. Januar in Pirna fehlte
Das Pirnaer Gedenken an die Befreiung von Auschwitz vor 80 Jahren war stark geprägt durch die Bürgermeisterschaft von Tim Lochner, der bekanntlich mit AfD-Ticket ins Rathaus eingezogen ist. Als Oberbürgermeister hätte er dieses Jahr auch eigentlich die traditionelle Rede am VVN-Denkmal gehalten. Tatsächlich war Lochner am 27. Januar verreist, die Rede wurde für die Stadt von Bürgermeister Markus Dreßler (CDU) gehalten. Bereits einen Tag zuvor gab es in der Pirnaer Marienkirche ein Gedenkkonzert mit der Neuen Jüdischen Kammerphilharmonie Dresden unter dem Motto „Die Musik nach Hause bringen“. Auf dieser Veranstaltung sprach auch der amtierende sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer. Er war es auch, der mit Abstand die schlechteste Rede hielt. Vom Lernen von den Großeltern bis zur internationalen Glaubwürdigkeit Deutschlands, die auf der Erinnungskultur beruhe, schlug er einen nur schwer erträglichen Bogen. Umso erfreulicher war die Rede von Nizar Amer, dem Gesandten des israelischen Botschaftrates, der nicht nur den Vernichtungsantisemitismus der Deutschen benannte, sondern ebenso auf die Hamas und das Massaker vom 7. Oktober zu sprechen kam. Er war es auch, der deutlich das offensichtliche Iran-Appaesement kritisierte. Sekundiert wurde dies durch die Worte Klaus Brähmigs, jahrelang CDU-Bundestagsabgeordneter für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Dieser, der früher wenig Abgrenzung zu regionalen Nazis zeigte, schaffte es, die so einfache Formel „Nie wieder ist jetzt“ ihrem ursprünglichen Gehalt zuzuführen: Der bedingungslosen Solidarität mit Israel.
Weiterlesen06.01.2025, Naumburg – Redebeitrag zur Gedenkdemo an Oury Jalloh „In Dessau geschehen, in Naumburg vertuscht“
Wir veröffentlichen hiermit unseren Redebeitrag vom 06.01.2025, für den wir vom Orga-Team angefragt worden sind. Dabei ist uns ein Fehler unterlaufen, für den wir uns auch hier nochmals entschuldigen. Das erste Opfer hieß Hans-Jürgen Rose. In einem Artikel auf telepolis heißt es fälschlicherweise Klaus-Jürgen Rose. Von dort haben wir das übernommen. Wir danken dem Hinweisgeber.
WeiterlesenDie besten Osteuropäer – Über die Sachsen und ihre AfD
Als vorweihnachtliches Geschenk können wir in Absprache mit der Redaktion Bahamas, bei der wir uns an der Stelle dafür bedanken, unseren in der Nummer 94 veröffentlichten Text online zur Verfügung stellen. Anzumerken ist, dass einige der formulierten Positionierungen bereits als überholt gelten können bzw. zum damaligen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen waren. Das gilt bspw. für die Bürgermeisterwahl in Großschirma, deren erster Wahlgang annulliert wurde, was aber dem Erfolg von Rolf Weigand (AfD) bei der Wahlwiederholung keinen Abbruch tat. Ebenso bleibt abzuwarten, wie die neuformierende Naziszene in Sachsen zu bewerten ist. Nach einigen anfänglichen Erfolgen bis Mitte 2024, maßgeblich bei der Mobilisierung gegen CSD-Veranstaltungen, ebbte dies nicht zuletzt nach der Bekanntschaft mit dem staatlichen Gewaltmonopol im Leipziger Hauptbahnhof merklich ab. Gerade zur Elblandrevolte erschien beim Antifa Rechercheteam Dresden eine umfangreiche und lesenswerte Analyse. Zudem hat auch Maxiliam Krah voerst seine gewichtige Rolle im völkischen Teil der AfD eingebüßt – auch wenn das weniger auf inhaltlichen Differenzen beruht.
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