Kein deutsches Fernsehen ohne Doppelstandards

Von Andros

Am 22. Juli 2017 lief bei Arte die Reportage „Gaza: Ist das ein Leben?“ Es ist fast unglaublich, dass es möglich ist eine 15-minütige Reportage über Menschen die im Gazastreifen leben zu drehen, ohne ein einziges Mal die Terrororganisation Hamas zu erwähnen, welche seit 2007 den Landstrich kontrolliert. Damals gelang es der Hamas die Fatah aus dem Gazastreifen zu vertreiben und beherrscht den Landstrich nun durch Willkür sowie Gewalt. Dieses Beispiel zeigt auch wie sehr die „palästinensische Politik“ durch rivalisierende Banden geprägt ist. Die Reportage fußt auf nichts anderem als moralischer Erpressung. Niemand kann etwas einwenden, wenn Elend und Leid vor einem entlang flimmert und wer dafür verantwortlich ist, steht bereits fest: der Judenstaat Israel.

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Keine Antisemitismuskritik ohne Israelkritik – Wie eine Dokumentation über Antisemitismus den deutschen Zeitgeist vorführt: Ein Rückblick

Von Gumbel

Es war eine Posse in drei Akten um die Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – der Hass auf Juden in Europa“ und zugleich ein Lehrstück wie heutiger Antisemitismus und seine Abwehr im „hellen“ Deutschland funktionieren. Zudem offenbarte es im Land des „verwalteten Sachverstands“ (Wolfgang Pohrt), dass (vermeintliche) Experten[1] nur dann Sendeberechtigung haben, wenn sie dem Diskurs genehm sind, d.h. diese Einübung gegenseitiger geistiger Verelendung wo Kritik mit Konformität verwechselt wird, eben als solche infrage stellen oder sich nicht daran beteiligen wollen. Hinzu kommt noch die Ebene eines „liberalen Populismus“ (Bernd Stegemann), bei welchem die hierbei auftretenden Herrschaftsverhältnisse im Kampf um die Deutungshoheit verschleiert werden sollen und auf die am Ende nochmals gesondert eingegangen wird.

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Das Elend kennt kein Ende – 15. Markt der Kulturen

Von Gumbel

  15 Jahre und leider kein Ende in Sicht: Der kulturalistische Höhepunkt und die zugleich praktisch gewordene Aufklärungsresistenz in Pirna, unter dem Namen „Markt der Kulturen“ (MdK) bekannt, öffnete am 20. Mai wieder seine Pforten. Wie für Jubiläen üblich, mögen sie auch noch so abgeschmackt sein, ließen sich die Organisator_innen besondere Schmankerl nicht nehmen. Dementsprechend das Elend in zwei Akten.

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Islamkritik? Nein Danke! – Vom linken Unvermögen spezifische Religionskritik zu üben

Von Andros

verbot

  Dieses Verbotsschild klebt mit der Unterschrift „indecent Behavior“, was so viel meint wie „unanständiges Verhalten“, in den Bahnen von Kuala Lumpur, der Hauptstadt von Malaysia. Hier stehen auch die Petronas Towers, welche bis 2004 als die höchsten Gebäude der Welt galten. Solche Gegensätze zwischen dem Streben nach westlichen Maßstäben und reaktionärer Ideologie haben mich zum Nachdenken gebracht und jetzt, nachdem ich wieder einige Zeit in Deutschland bin, halte ich es für angebracht darüber zu schreiben.

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Demokratie auf türkisch – Warum das Referendum für die Entwicklung der Türkei nicht entscheidend war

Von Gumbel

Am 16.04. ließ der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan seine Landsleute per Referendum über das Präsidialsystem abstimmen, welches ihm noch weitere Machtbefugnisse und ganz im Stile der Weimarer Republik Herrschaft per Dekret ermöglichen sollte. Einher geht dies mit einer faktischen Entmachtung des Parlaments. Dem Ganzen ging über Monate seit dem Putsch vom 15. und 16. Juli 2016 eine offene Verfolgungswelle mit Inhaftierungen und Folterungen sowie im öffentlichen Sektor eine massive Entlassungswelle voran.

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Busse, Blumen, Betroffenheit

Von Gumbel

Bereits zum 72. Mal jährt sich nun bereits die Bombardierung Dresdens. Das Gedenken hat innerhalb der letzten Jahre eine Transformation vollzogen, die welche aber nur Form und nicht den Inhalt berührt. Im Gegensatz zu zwei Jahren PEGIDA, die nur noch ein bestimmtes Klientel anziehen, steht der 13. Februar als eine Art Konsensveranstaltung allen offen, die sich einbringen möchten, egal ob als traditionalistischer Trachtenumzug oder im vermeintlich kritischen Sinne, Dresdens Rolle während des Nationalsozialismus zu benennen und damit der Stadt das Feigenblatt der Aufgeklärtheit zu verleihen. Das Deutsche Ideologie längst zum Exportschlager firmiert ist und keine Grenzen mehr kennt, lässt sich auch am Versöhnungskitsch in der sächsischen Landeshauptstadt dieses Jahr beobachten.

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