Sind wir zu anti-, seid ihr zu deutsch

In Zeiten, in denen sich die Israelsolidarität oftmals nur als Ticket im Pluralismus der Meinungen widerspiegelt, um gleichzeitig auf die so genannte „Islamophobie“ hinzuweisen, wird deutlich, was vom Gehalt dessen übrig geblieben ist: Das wohlfeile Lippenbekenntnis, welches auch sozialdemokratische Außenminister nicht besser formulieren könnten.

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70 Jahre Israel – Deutsche Leitmedien haltet das Maul

Von Gumbel

Der 70. Geburtstag des jüdischen Staates ist eine schöne Sache, denn den besorgten „Meinungsäußerungen“ zum Trotz, vor allem den deutschen, existiert Israel weiterhin und steht sowohl militärisch als auch wirtschaftlich sehr gut da. In diesem Sinne und an dieser Stelle Masel Tov.

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Frech – Kritisch – Antisemitisch

Von Andros

Dieser Beitrag steht in einer Reihe mit dem Beitrag „Libertäre Tage – Tabulos Antizionistisch“ der Pirnaer Autonomen Linken (PAL).1 Es ist in der Dresdner linken Szene zurzeit eine Tendenz hin zum Antisemitismus zu erkennen. Diese kam im Zuge der generellen postmodernen Entwicklung daher. Antizionistische und antisemitische Äußerungen werden wieder offener artikuliert, auch bei denjenigen, die sich per se auf der richtigen Seite der Geschichte wähnen. Dies zeigt sich einerseits auf der Straße: Beim 3. Pegida Geburtstag rief die Gruppe Revolution zu einer der Sternlauf-Demos auf, bei welcher ungewohnt viele Menschen mit dem altbekannten Palituch2 auftauchten. Wenn dann mal einen Blick auf den Blog dieser Gruppe geworfen wird, zeigen sich die altbekannten Ressentiments. Besonders sticht dabei ein längerer Beitrag zum so genannten Pinkwashing3 hervor. Das nun offensichtlich viele Menschen mit dieser Gruppe sympathisieren, ist ein Kontrast zu Zeiten, in welchen augenscheinlich offensichtliche Antizionisten von linken Demos, zumindest auf dem Gebiet der ehemaligen DDR, ausgeschlossen wurden. Andererseits zeigen sich diese Tendenzen auch in Veranstaltungen, wie dem Vortrag Vielfältige Perspektiven jüdischen Lebens ausserhalb der Shoa und israelischer Staatspolitik, auf welchen die PAL in oben genannten Artikel schon ausführlich eingegangen ist. Auf eine weitere Situation in Dresden, bei welchen sich der postmoderne Unsinn zeigt, soll im Folgenden eingegangen werden.

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Kein deutsches Fernsehen ohne Doppelstandards

Von Andros

Am 22. Juli 2017 lief bei Arte die Reportage „Gaza: Ist das ein Leben?“ Es ist fast unglaublich, dass es möglich ist eine 15-minütige Reportage über Menschen die im Gazastreifen leben zu drehen, ohne ein einziges Mal die Terrororganisation Hamas zu erwähnen, welche seit 2007 den Landstrich kontrolliert. Damals gelang es der Hamas die Fatah aus dem Gazastreifen zu vertreiben und beherrscht den Landstrich nun durch Willkür sowie Gewalt. Dieses Beispiel zeigt auch wie sehr die „palästinensische Politik“ durch rivalisierende Banden geprägt ist. Die Reportage fußt auf nichts anderem als moralischer Erpressung. Niemand kann etwas einwenden, wenn Elend und Leid vor einem entlang flimmert und wer dafür verantwortlich ist, steht bereits fest: der Judenstaat Israel.

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Keine Antisemitismuskritik ohne Israelkritik – Wie eine Dokumentation über Antisemitismus den deutschen Zeitgeist vorführt: Ein Rückblick

Von Gumbel

Es war eine Posse in drei Akten um die Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – der Hass auf Juden in Europa“ und zugleich ein Lehrstück wie heutiger Antisemitismus und seine Abwehr im „hellen“ Deutschland funktionieren. Zudem offenbarte es im Land des „verwalteten Sachverstands“ (Wolfgang Pohrt), dass (vermeintliche) Experten[1] nur dann Sendeberechtigung haben, wenn sie dem Diskurs genehm sind, d.h. diese Einübung gegenseitiger geistiger Verelendung wo Kritik mit Konformität verwechselt wird, eben als solche infrage stellen oder sich nicht daran beteiligen wollen. Hinzu kommt noch die Ebene eines „liberalen Populismus“ (Bernd Stegemann), bei welchem die hierbei auftretenden Herrschaftsverhältnisse im Kampf um die Deutungshoheit verschleiert werden sollen und auf die am Ende nochmals gesondert eingegangen wird.

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